Glossar rund um das Factoring

Glossar GOFACTORING SCHWEIZ AG: Definition der wichtigsten Termini zu Forderungskauf, Forderungsverkauf, Factoring-Modelle, Factoring-Kontext

Die Übersicht beinhaltet eine Erklärung und Definition der wichtigsten Termini zum Forderungskauf und -verkauf, der Factoring-Modelle und dem Factoring-Umfeld und bietet Ihnen diesbezüglich Wissenswertes von A bis Z.

  • ABS Light

    Kunden verkaufen grössere Forderungsbestände, die regelmässig wiederkehren – zum Beispiel aus längerfristigen Verträgen-, im stillen Verfahren an ein Factoring-Institut, das daraus ein kapitalmarktfähiges Paket schnürt.

  • Auswahl-Factoring

    Im Zuge eines Auswahl-Factorings verkauft ein Unternehmen nur Forderungen bestimmter Debitoren an die Factoring-Gesellschaft.

  • Basel II

    Unter „Basel II“ werden die Eigenkapitalvorschriften zusammengefasst, die vom sog. Basler Ausschuss für Bankenaufsicht vorgeschlagen und mit den EU Richtlinien 2006/48/EG sowie 2006/49/EG verpflichtend für alle Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute eingeführt wurden. Durch Basel II soll die Vergabe von riskanten (und dadurch eventuell „notleidenden“) Krediten erschwert werden.
    Diese Risikominimierung wirkte sich besonders negativ auf die Kreditvergabe an mittelständige Unternehmen aus, da diese meist über wenig Eigenkapital verfügen.

  • Basel III

    Bezeichnet ein Reformpaket für die bestehende Regulierung (Basel II). Es soll die Schwächen der bisherigen Bankenregulierung, die sich mit der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007 offenbarten, beseitigen. Basel III tritt ab 2013 mit mehrjährigen Übergangsfristen in Kraft.

  • Bonität

    Kreditwürdigkeit von Geschäftspartnern; die laufende Prüfung der Zahlungsfähigkeit von Debitoren gehört zum Service der GOFACTORING SCHWEIZ AG. Bonität ist mitentscheidend für die Versicherbarkeit und die Finanzierbarkeit.

  • Debitorenbuchhaltung

    Kundenbuchhaltung: Überwachung und Buchung der Zahlungseingänge, wird im Rahmen des Factoringvertrages vom Factor übernommen.

  • Debitorenmanagement

    Dazu gehören Debitorenbuchhaltung, regelmässige Bonitätsprüfung, Mahnwesen und Inkasso. Für das Unternehmen ist das Debitorenmanagement häufig mit erheblichem Zeit- und Personalaufwand verbunden; die Übernahme des Debitorenmanagements gehört zum Serviceangebot des Factors.

  • Delkredere

    Als Delkredere wird der Ausfallschutz bezeichnet, welcher den Factoringkunden gegen Forderungsverlust absichert. Kann ein Debitor aufgrund von Zahlungsunfähigkeit beispielsweise durch Insolvenz die Forderung nicht begleichen, wird diese Forderung durch den Versicherungsschutz ausgeglichen.

  • Echtes Factoring

    Der Factor hat stark eingeschränkte Rückgriffsmöglichkeiten auf seinen Kunden, d.h. er übernimmt bei Zahlungsunfähigkeit des Debitors das Ausfallrisiko im Rahmen einer Warenkreditversicherung. Diese wird durch uns abgeschlossen.

  • Einkaufsfinanzierung

    Im Kontext von Basel II und Basel III wird es auch für immer mehr sehr solide Unternehmen zunehmend langwieriger und schwieriger, eine Bankfinanzierung zu bekommen und Kredite zu erhalten. Bankenunabhängige Finanzierungswerkzeuge für KMU werden wichtiger. Die Finanzierungslösungen der XENUM AG, verschränkt mit dem Leistungsspektrum der GOFACTORING SCHWEIZ AG, sind unter dem gemeinsamen Dach der GOFACTORING HOLDING AG innovativ und interessant, auch weil das Kriterium „Kundenbonität“ bei der XENUM AG viel weniger restriktiv ausgelegt werden kann als z. B. bei einer Bankfinanzierung, da vorausgesetzt wird, dass XENUM eine Versicherungsdeckung auf den Kunden erhältlich machen kann. Die Einkaufsfinanzierung kann zudem für Kunden, denen es besonders wichtig ist, dass die Abtretung ihrer Forderungen nicht offengelegt wird, und für Kunden mit nicht-factorablen Forderungen ein interessantes Instrument sein.

  • Factorabel

    Grundsätzlich kommt der Grossteil der Produktions-, Handels- und Dienstleistungs-Branchen für Factoring-Lösungen in Frage. Um Factoring nehmen zu können, haben Produkte oder Dienstleistungen dabei factorabel zu sein. Voraussetzung dafür ist die Vollständigkeit und Einredefreiheit der Forderungen des Unternehmens und ein gutes Rating seiner Debitoren im B2B. Nicht factorabel sind Geschäfte und Forderungen an Privatpersonen. Für diesen nicht-factorablen Bereich, einschliesslich dem B2C-Bereich, kann unsere Einkaufsfinanzierung eine Option bereitstellen.

  • Factoring

    Der fortlaufende Ankauf von kurzfristigen, neu entstehenden Forderungen aus Warenlieferungen und/oder Dienstleistungen, in der Regel gegen Mehrfachabnehmer und unabhängig davon, ob der Käufer die Haftung für die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners übernimmt oder nicht. Factoring dient der kurzfristigen Umsatzfinanzierung und dem Schutz vor Forderungsausfällen; zum Factoring gehört ein effizientes Debitoren-Management.

  • Factoring Anbieter

    Anbieter von Factoring sind Unternehmen wie Factoring-Banken, Factoring-Gesellschaften und Factoring-Vermittlungen, die den Ankauf von Forderungen (Factoring) übernehmen.

  • Factoringgebühr

    Preis für die Übernahme des Ausfallrisikos und/oder des Debitorenmanagements durch den Factor. Die Höhe richtet sich unter anderem nach dem Kreditrisiko, dem Branchenrisiko, dem Arbeitsaufwand sowie der Grösse und Struktur des Factors. Es wird prozentual vom angekauften Forderungsbestand berechnet.

  • Factoringvertrag

    Beim Factoringvertrag handelt es sich um einen Rahmenvertrag zwischen der Factoringgesellschaft und ihrem Anschlusskunden zur Regelung der Rechte und Pflichten. Kernbereiche sind die Andienungspflicht des Kunden, die Ankaufspflicht des Factors, sowie – im Rahmen vereinbarter Debitorenlimite – die Haftung für die Bonität des Debitors.

  • Fälligkeitsfactoring

    Das Fälligkeitsfactoring oder Maturity-Factoring dient in erster Linie der Absicherung von Forderungsausfällen. Hier verbleibt die Forderung zunächst bei dem Unternehmen und wird erst nach Ablauf einer vereinbarten Frist nach der Fälligkeit an die Factoring-Gesellschaft übergeben.

  • Full Service-Factoring

    Das Full Service-Factoring der GOFACTORING SCHWEIZ AG vereint den Forderungsankauf (auch internationaler Debitoren), die Versicherung des Ausfallrisikos (Forderungsausfallschutz) sowie die Übernahme des Forderungsmanagements und Mahnwesens.

  • Forderungsausfallschutz

    Ein zentrales Element des Factorings ist der Schutz vor dem Ausfall von Forderungen. Durch die Einschaltung der GOFACTORING SCHWEIZ AG sichern Sie sich den erfolgreichen Abschluss Ihres Geschäftes, für das Sie in Vorleistung gegangen sind. Selbst wenn Ihr Kunde also einmal nicht zahlen sollte, geht Ihr Ausfallrisiko gegen Null. Die Delkrederefunktion greift im Full Service-Factoring durch eine Warenkreditversicherung.

  • Forderungsmanagement

    Unternehmen gewähren ihren Kunden auf erbrachte Lieferungen und Leistungen in der Regel Kredite, indem sie Zahlungsziele einräumen. Das sind die so genannten Lieferantenkredite. Das Forderungsmanagement leitet, gewährt und verwaltet diese Kredite. Das Kredit- oder Forderungsmanagement zielt darauf ab, Forderungsausfälle so gering wie möglich zu halten und die notwendige Liquidität des Unternehmens jederzeit zu wahren. Immer mehr Unternehmen übertragen ihr Forderungsmanagement hierauf spezialisierten Factoringunternehmen. Durch Outsourcing des Debitoren- oder Forderungsmanagements reduziert man eigene Personal- und Sachkosten und erhält zusätzliche Liquidität.

  • Halb-offenes Factoring

    In besonderen Fällen wird die Factoring-Beziehung für die Debitoren weder durch Informationsschreiben noch durch Zusätze im Rechnungstext sichtbar, man spricht von stillem Factoring. Die Abnehmer begleichen Ihre Forderungen weiterhin direkt an das Unternehmen, diese werden dann an die Factoring-Gesellschaft weitergeleitet. Dieses Vertragsmodell basiert auf einer besonderen Vertrauensbeziehung. Bei der GOFACTORING SCHWEIZ AG besteht zudem die Möglichkeit eines halboffenen Factorings: Hier werden die Forderungen individuell angepasst an Ihre Kundenstruktur wahlweise offen oder still fakturiert.

  • Inhouse-Factoring

    Inhouse-Factoring bedeutet, dass das gesamte Debitorenmanagement in der Hand des Unternehmers bleibt. Die Factoringgesellschaft übernimmt die Finanzierungs- und die Delkrederefunktion.

  • Inkasso

    Mit Inkasso ist der Einzug von Forderungen gemeint. Das Inkasso ist eine Sonderform der Abtretung von Forderungen.

  • Kosten des Factoring

    Die Kosten des Factoring setzen sich aus den Zinsen für die Finanzierung der Forderungen und dem Factoringentgelt zusammen. Die Zinsen entsprechen den banküblichen Kontokorrentzinsen, die Laufzeit wird anhand des Zahlungseingangs der ausstehenden Forderungen berechnet. Zum Teil werden auch Mahnkosten weiterbelastet.

  • Limit

    Das Limit stellt den Höchstbetrag je Debitor der vorfinanzierten Forderungen dar.

  • Liquidität

    Als Liquidität bezeichnet man die Verfügbarkeit über genügend Zahlungsmittel.

  • Mängelbelastung

    Neben einer effektiven Mängelbelastung kann es ein erhöhtes Risiko geben. Dieses ist z. B. gegeben, wenn Präzisionsarbeit erforderlich ist oder ein Produkt oder eine Dienstleistung hochgradig auf jeden einzelnen Kunden abgestimmt werden muss. Für diese für das Factoring ungeeignete Kunden, die tendenziell „höherwertige“, also komplexe Produkte herstellen oder Dienstleistungen erbringen, ist die Einkaufsfinanzierung eine Option.

  • Mahnwesen

    Teil des Debitorenmanagements, das bei Übernahme vom Factor durchgeführt wird.

  • Maturity Factoring

    Das Maturity-Factoring dient in erster Linie der Absicherung von Forderungsausfällen. Hier verbleibt die Forderung zunächst bei dem Unternehmen und wird erst nach Ablauf einer vereinbarten Frist nach der Fälligkeit an die Factoring-Gesellschaft übergeben.

  • Offenes Factoring

    Die Debitoren werden über die künftige Zusammenarbeit des Lieferanten mit dem Factor informiert. Es ist die in der Schweiz weitaus häufigste Form des Factorings.

  • Outsourcing

    Auslagerung einzelner Betriebsfunktionen, Rationalisierungseffekt, Inanspruchnahme spezialisierter Dienstleister; Factoring ermöglicht das Outsourcing des kosten- und personalintensiven Debitorenmanagements.

  • Rating

    Durch Prüfverfahren bzw. "Ratings" wird die wirtschaftliche Lage von Unternehmen beurteilt, um die zukünftige Zahlungsfähigkeit einschätzen zu können. Zur Analyse und Beurteilung werden Faktoren wie Gewinn- und Verlustrechnung, aber auch Unternehmensstrategie und Wettbewerbsposition herangezogen. Anhand deren Bewertung werden Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt, die die Basis für die Kreditkonditionen darstellen.

  • Reverse-Factoring

    bedeutet, dass die Unternehmer gegenüber ihren Lieferanten die langen Zahlungsziele nutzen. Der Factor überweist sofort nach Erstellung der Rechnung den daraus resultierenden Betrag an den Lieferanten. Durch die Skontonutzung finanziert sich das Verfahren praktisch von selbst, es kann sich sogar auszahlen. Die Verhandlungsposition gegenüber den Lieferanten ist in jedem Fall gestärkt. Die sofortige Bezahlung von Lieferantenforderungen und die dadurch ermöglichte Ausnutzung von Skonti bietet die XENUM AG mit ihrer Finanzierungslösung Einkaufsfinanzierung.

  • Sicherheitseinbehalt

    Eine Sicherheit von in der Regel 10 % bis 20 % der gekauften Forderungen behält die Factoringgesellschaft ein. Mit diesem Betrag werden eventuelle Mängeleinreden der Debitoren, Aufrechnungen, Boni, Skonti, Rabatte u.ä. abgedeckt. Der Betrag wird bei Zahlung des Debitors verrechnet bzw. ausbezahlt.

  • Skonto

    Skonto bezeichnet einen Preisnachlass bei Zahlung innerhalb einer festgelegten Frist. Das in Prozent angegebene Skonto wird auch als Skontosatz bezeichnet.

  • Stilles Factoring

    Die Debitoren werden über die geplante Zusammenarbeit des Lieferanten mit dem Factor nicht informiert. Diese Form ist für den Factor problematisch und schliesst in der Regel die Übernahme der Delkrederehaftung aus.

  • Standardfactoring (auch Full-Service-Factoring)

    Im Rahmen dieses Vertrages bzw. Full-Service-Factoring werden vom Factor alle Leistungen im Zusammenhang mit der Forderungsabwicklung erbracht. Für den Factoringkunden erfolgt eine umsatzkongruente Finanzierung, eine Risikoabsicherung und eine weitgehende Entlastung beim Debitorenmanagement.

  • Ultimo-Factoring

    Unter Ultimo-Factoring wird eine einmalige Aktion des Forderungsverkaufs an eine Factoringgesellschaft verstanden, welche zum Ende eines Geschäftsjahres erfolgt. Auf diesem Weg wird die Bilanzstruktur  durch Reduzierung der Aktivseite und der damit verbundenen Steigerung der Eigenkapitalquote positiv beeinflusst.

  • Unechtes Factoring

    Der Factor hat die Möglichkeit, bei Zahlungsunfähigkeit des Debitors auf den Faktorkunden zurückzugreifen.

  • Unternehmensfinanzierung

    ist die Planung und Durchführung aller Aufgaben, die mit dem finanzwirtschaftlichen Bereich des Unternehmens befasst sind. Sie hat im Wesentlichen zwei Aufgaben: Kapitalbeschaffung und Liquiditätssicherung.
    Ein Teilbereich der Unternehmensfinanzierung ist die Wachstumsfinanzierung.

  • Wachstumsfinanzierung

    Die Wachstumsfinanzierung ist ein Teilbereich der Unternehmensfinanzierung. Unter Wachstumsfinanzierung versteht man die umsatzkongruente Finanzierung des Unternehmens.

  • Warenkreditversicherung

    Auch der Abschluss einer Warenkreditversicherung dient dazu, sich vor Ausfallrisiken zu schützen. Prämien für eine Kreditversicherung können bei der Zusammenarbeit mit einem Factor eingespart werden.

  • Zahlungen des Factors

    Der Factor zahlt unmittelbar nach Vorlage der Rechnungskopien beispielsweise 80 % des Rechnungsbetrages aus; die Restsumme dient als Kaufpreiseinbehalt und wird nach Fälligkeit unter Berücksichtigung von Skonti, Rabatten oder Retouren überwiesen.

  • Zession

    Bei einer Zession handelt es sich um eine Übertragung von Forderungen von dem übertragenden Gläubiger, auch Zedent genannt, auf einen empfangenden Gläubiger, der dann neuer Gläubiger wird.
    Im Factoringgeschäft tritt ein Factoringkunde seine Forderungen gegenüber einem Factor ab, letzterer wird hierdurch neuer Gläubiger.